Fibromyalgie

Was ist Fibromyalgie?

Fibromyalgie (genauer: das Fibromyalgiesyndrom) ist eine chronische Schmerzerkrankung. Zu den meist wandernden Schmerzen, die am gesamten Körper auftreten können (vor allem jedoch im Bereich von Muskulatur und Sehnenansätzen an Gelenken) kommen bei vielen Patienten noch eine Vielzahl weiterer Beschwerden: Schlafstörungen, ständige Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Reizdarmsymptome und Niedergeschlagenheit. Das Überraschende: Körperliche Untersuchung, Labor- und Röntgendiagnostik erbringen bei Fibromyalgie unauffällige Befunde! Aus diesem Grund machen viele Betroffene die Erfahrung, dass ihre Beschwerden weniger ernst genommen werden. Auch die effektive Therapie der Beschwerden ist eine Herausforderung, da Medikamente bei Fibromyalgie nur eingeschränkt wirksam sind.

Was sind die Ursachen der Fibromyalgie – und wie sieht die Therapie aus?

Die Ursachen des Fibromyalgiesyndroms sind noch nicht abschließend geklärt. Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft gehen wir jedoch davon aus, dass ein Zusammenspiel aus biologischen, psychischen und sozialen Faktoren zum Auftreten der Erkrankung führt. Eine langfristig erfolgreiche Therapie der Fibromyalgie sollte alle Bereiche berücksichtigen und umfasst daher mehrere Komponenten: Physio- und Ergotherapie, leichtes Kraft- und Ausdauertraining und Entspannungsverfahren. In manchen Fällen werden unterstützend Medikamente eingesetzt. Empfohlen wird außerdem die Verhaltenstherapie – hier geht es um Techniken zur Schmerz- und Stressbewältigung, die Identifikation und Bearbeitung von Belastungsfaktoren und den Aufbau positiver Aktivitäten. Patienten, die an Fibromyalgie leiden, können selbst am besten beurteilen, welche Therapiekomponenten ihnen helfen. Entscheidend ist auch, dass Betroffene Methoden vermittelt bekommen, die sie selbständig anwenden können. In meiner Praxis in Köln lege ich viel Wert darauf, meine Patienten von der ersten Therapiesitzung an aktiv in den Behandlungsprozess einzubeziehen.

Wie kann bei körperlichen Beschwerden eine Psychotherapie helfen?

Wenn bei Ihnen ein Fibromyalgiesyndrom besteht, kann zusätzlich zur Behandlung durch den Hausarzt, einen Rheumatologen oder Schmerztherapeuten eine Psychotherapie sinnvoll sein. Ich behandle seit Jahren schwerpunktmäßig Patienten, die an Fibromyalgie leiden. Viele waren und sind in ihrem Leben starken Belastungen ausgesetzt. Neben ungünstigen Kindheitserfahrungen spielen bei Fibromyalgie auch aktuelle Stressoren wie Überlastung im privaten und/oder beruflichen Bereich eine Rolle. Im Rahmen einer Psychotherapie können diese Faktoren identifiziert und gezielt bearbeitet werden. Ein verhaltensmedizinisches „Trainingsprogramm“ hilft, das Leben so umzugestalten, dass eigene Bedürfnisse nicht zu kurz kommen. Viele Patienten mit Fibromyalgie profitieren von dem körperorientierten Therapieverfahren PEP, das sie selbstständig anwenden können. Gerne arbeite ich auch mit dem HRV-Biofeedback, mit dem Patienten ihre Entspannungsfähigkeit gezielt trainieren können.

Für Fragen zum Fibromyalgiesyndrom stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!
Fibromyalgiesyndrom
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Mehr Informationen?

Informationen der Rheuma-Liga zu Fibromyalgie
https://www.rheuma-liga.de/fibromyalgie/

Patientenleitlinie Fibromyalgie
Fibromyalgiesyndrom_2017-03.pdf

Deutsche Fibromyalgie-Vereinigung (DFV) e.V.
http://www.fibromyalgie-fms.de