Herz und Psyche

Was hat das Herz mit der Psyche zu tun?

Eine ganze Menge! Wenn wir unter Stress stehen, uns aufregen oder traurig sind, verändert sich unser Herzschlag. Unter Belastung schlägt das Herz schneller und gleichmäßiger und der Blutdruck steigt – für kürzere körperliche oder geistige Anstrengungen eine gute Sache, denn so wird unser Körper optimal mit Sauerstoff versorgt. Wenn wir jedoch dauerhaft unter Anspannung stehen und unsere „innere Bremse“ kaum noch betätigen, schaden wir unserem Körper. Das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfälle steigt. Weniger bekannt ist, dass viele Menschen nach einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall Depressionen oder Ängste entwickeln, die ihre Lebensqualität zusätzlich zu den körperlichen Beschwerden einschränken. Durch eine lebensbedrohliche Krankheit kann das Leben aus den Fugen geraten – doch es gibt wirksame Hilfe!

Bei welchen Krankheiten kann eine Psychotherapie konkret helfen?

Es geht weniger um die eigentliche Diagnose – entscheidend ist für mich, welche Rolle die Krankheit für das Leben des Betroffenen spielt. Als Fachärztin für Innere Medizin und ärztliche Psychotherapeutin habe ich viele Patienten behandelt, die sich nach einem Herzinfarkt aus Angst vor einem erneuten Infarkt von fast allen Aktivitäten zurückgezogen haben, die ihnen früher Freude gemacht haben – auch wenn dies aus medizinischer Sicht meist gar nicht erforderlich wäre! Auch das Erleben von nachlassender körperlicher Leistungsfähigkeit wie etwa bei einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) stellt einen großen Belastungsfaktor dar. In einer Psychotherapie biete ich Ihnen die Möglichkeit, offen über diese Ängste und Belastungen zu sprechen – und Wege zurück in ein erfülltes Leben zu finden. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass eine kompetente Behandlung von Depressionen nach einem Infarkt die Krankheitsprognose verbessert!

Wie läuft eine Psychotherapie bei Herzpatienten ab?

Wenn bei Ihnen im Zusammenhang mit einer ernsten körperlichen Erkrankung - etwa einer koronaren Herzkrankheit (KHK), einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall vermehrt Ängste, Befürchtungen oder depressive Verstimmungen auftreten, sollten Sie dies nicht als „normal“ und unveränderlich hinnehmen. Ihre Beschwerden sind verständlich – und dennoch müssen Sie sich nicht damit abfinden. Wenn eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung wie etwa eine Depression oder Angststörung vorliegt, ist eine Psychotherapie eine wertvolle Hilfe! Patienten, die weniger stark beeinträchtigt sind, profitieren häufig von einigen ärztlich-psychotherapeutischen Gesprächen zur Unterstützung der Krankheitsbewältigung und zum Erlernen von Stressbewältigungstechniken und Entspannungsverfahren.

Herz Kreislauf Erkrankungen
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