Stress und Gesundheit

Was haben Stressbelastungen mit unserer Gesundheit zu tun?

„Stress“ gehört zum Leben – und glücklicherweise macht nicht jede Stressbelastung gleich krank. Eine nur kurz andauernde schwierige Situation, die uns sehr fordert, bewältigen wir in der Regel gut. Auch wenn die Stressphase etwas länger (etwa einige Tage) andauert, können Körper und Psyche sich meist recht gut damit arrangieren. Problematisch wird es, wenn wir unter Dauerstress stehen – und keine Möglichkeit haben, uns zwischenzeitlich zu erholen. Dann machen sich die körperlichen und seelischen Folgen bemerkbar: Ständig erhöhter Puls und Blutdruck sind Risikofaktoren für Herz- und Gefäßerkrankungen. Durch die hormonellen Veränderungen bei andauerndem Stress wird das Immunsystem geschwächt, dadurch steigt die Anfälligkeit für Infekte. Auch das Verdauungssystem wird häufig in Mitleidenschaft gezogen: Der Stress „schlägt uns auf den Magen“ oder wir leiden unter Reizdarmbeschwerden. Auch bei Erkrankungen der Atemwege, z. B. beim Asthma, wirkt sich Stress ungünstig aus. Stressgeplagte leiden auch häufiger unter Kopf- und Rückenschmerzen.

Kann und soll ich Stress vermeiden?

Natürlich ist es nicht realistisch, jeglichen Stress aus unserem Alltag streichen zu wollen. Das wäre auch nicht erstrebenswert – denn wir brauchen Herausforderungen, um an ihnen zu wachsen und Erfolgserlebnisse genießen zu können. Doch es gibt Faktoren, die uns über lange Zeit stark belasten: Mobbing am Arbeitsplatz, reale Überlastung durch Beruf, Haushalt und Pflege von Angehörigen, gravierende Partnerschaftskonflikte. Hier ist es sinnvoll, genauer hinzuschauen: Was können Sie an den Gegebenheiten verändern? Wer kann Sie dabei unterstützen? Bei näherer Betrachtung werden Sie auch feststellen, dass es manchmal nicht die Situationen selbst sind, die Ihnen zu schaffen machen, sondern vielmehr Ihre eigenen Interpretationen, Anspruchshaltungen und Erwartungen. Wer von sich erwartet, jede Aufgabe perfekt zu erledigen, steht unter größerem Druck als jemand, der sich mit einem durchschnittlichen Ergebnis zufrieden gibt.

Was hilft, wenn ich unter Dauerstress stehe?

Ein sinnvolles Stressbewältigungsprogramm sollte auf mehreren Ebenen ansetzen. Natürlich lohnt es sich, die äußeren Gegebenheiten (Situation in der Familie oder am Arbeitsplatz) gründlich zu beleuchten und ggf. konkrete Veränderungen in Gang zu bringen. Doch genau hier kommen häufig bestimmte Einstellungen bzw. Eigenschaften wie Pflichtbewusstsein, Perfektionismus und Harmoniebedürfnis ins Spiel: Wem es schwer fällt, dem Kind einen Wunsch auszuschlagen, Unordnung zu akzeptieren oder sich auf eine Konfrontation mit dem Chef einzulassen, wird rasch an Grenzen stoßen. In dieser Situation kann es sehr hilfreich sein, auf kompetente Unterstützung zurückzugreifen. Im Rahmen der Verhaltensmedizin entwickle ich gemeinsam mit Ihnen Ihr individuelles 3-Ebenen-Programm zum Stressmanagement, das auch ein HRV-basiertes Training der Entspannungsfähigkeit umfasst. Viele stressbelastete Menschen profitieren auch sehr von der körperorientierten Selbsthilfetechnik PEP, die ich Ihnen in 2-3 Therapiesitzungen vermitteln kann.

Stressbelastung
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